A. beantwortet mir als Sternenmutter 5 Fragen für die Sternenkindermappe. Ich erstelle sie für Sterneneltern und Mitfühlende, wie ich sie mir gewünscht hätte.
Mit Handlungsmöglichkeiten und Orientierungsfragen, die ich in 6 Jahren, 3 Ländern und mit 2 Sternenkindern gesammelt habe.
Für die Zeiträume: vor dem Abschied, beim Abschied, nach dem Abschied und das Leben mit Sternenkindern.
Meine Erfahrung ist nur eine, deshalb bitte ich Sterneneltern und Sterneninitativen, ihre Erfahrungen mit mir zu teilen.
In diesem Interview antwortet die Sternenmutter A. auf meine Fragen:

Welchen Spuren hinterlassen deine Sternenkinder in deinem Leben? Wofür bist du deinen Sternenkinder, der Erfahrung dankbar?
Liebe Tanja, ich habe mir gerade nochmal in Ruhe deine Fragen angeschaut und ich befürchte, dass ich sie leider doch nicht beantworten kann. Zumindest nicht in einer Form, die für die Mappe geeignet wäre… Ich empfinde keinerlei Dankbarkeit für meine Sternenkinder, da ist nur Wut, Trauer und Schmerz, dass sie nicht bei mir sind. Als Spuren hinterlassen sie Trauer, Einsamkeit, Schmerz, körperliche Einschränkungen und ein Leben, dass ich mir so nicht ausgesucht habe. Ich weiß, das klingt sehr dunkel. Mein Leben ist auch hell, aber nicht wegen der Sternenkinder, sondern TROTZ der Sternenkinder. Weil man als Mensch überlebt. Auch das Allerschlimmste, nämlich sein Kind zu überleben.
Vorher/Seither: Was hat dich vor deinem Sternenkind ausgemacht? worüber hast du dich definiert? was siehst und fühlst du seit deinem Sternenkind anders?
Seit der stillen Geburt meiner Tochter fühle ich mich manchmal wie von einem anderen Stern. Menschen, die keine tiefe Trauer kennen, sind wie eine andere Gruppe, zu denen ich auch mal gehörte. Ich dachte immer, ich sei ein empathischer Mensch, aber ganz ehrlich? Ich hatte vorher keine Ahnung. Die Erfahrung, dass eigene Kind zu verlieren, lehrte mich vor allem Demut. Demut vor dem Leben, vor den Möglichkeiten, die wir haben, Demut davor, nie wissen zu können was andere wirklich bewegt und die Erkenntnis, niemals die ganze Kontrolle haben zu können. Aber auch die Erkenntnis, gerade deswegen mein Leben so zu gestalten, wie ich will, denn es kann so schnell vorbei sein!
Sinnesreise mit Sternenkindern. Lass dich inspirieren von hören, sehen, riechen, schmecken, fühlen, tasten; Was verbindest du mit: a) Trauer, b) Liebe, c) Friedhof, d) Sternenkinder, e) Tod und f) Leben.
Ich glaube, die anderen Fragen möchte oder kann ich gerade nicht beantworten…. tut mir leid!
Einige Zeit später (Anmerkung Tanja von sternenkinder.org):
TRAUER Salzige Tränen in ungeahnter Menge, manchmal nur ein leises nagendes Gefühl von tief drinnen, bleierne Schwere, unbeschreibliche Sehnsucht und liebevolles Erinnern
LIEBE Unendlichkeit und so überaus menschlich. „Die Liebe bleibt, sagen sie immer. Und damit auch die Trauer, das vergessen sie immer.“ Es gibt das eine nicht ohne das andere.
FRIEDHOF Ein Kraftort. Ruhe, Verbundenheit, Natur, Vogelgezwitscher und Trost. Hände in der dunklen Erde, Mutter Erde. Unfassbar viel Laub, rascheln und viel Leben. Geschwätzige alte Weiber. 😉
STERNENKINDER Es sind so viele. Kleine Zeichen, die mir begeben. Vogelfreien, Regenbögen und Rotkehlchen.
TOD UND LEBEN Ebenfalls untrennbar miteinander verbunden. Der Tod hat eine wahnsinnige Kraft. Er kann die Ruhe bringen oder den Boden unter den Füßen wegziehen. Er ist sehr deutlich. Unerbittlich. Kann das Leben so schnell beenden. Und das Leben ist das größte Geschenk das wir haben. Ich nehme es in Demut an.
TRAUER Salzige Tränen in ungeahnter Menge, manchmal nur ein leises nagendes Gefühl von tief drinnen, bleierne Schwere, unbeschreibliche Sehnsucht und liebevolles Erinnern
LIEBE Unendlichkeit und so überaus menschlich. „Die Liebe bleibt, sagen sie immer. Und damit auch die Trauer, das vergessen sie immer.“ Es gibt das eine nicht ohne das andere.
FRIEDHOF Ein Kraftort. Ruhe, Verbundenheit, Natur, Vogelgezwitscher und Trost. Hände in der dunklen Erde, Mutter Erde. Unfassbar viel Laub, rascheln und viel Leben. Geschwätzige alte Weiber. 😉
STERNENKINDER Es sind so viele. Kleine Zeichen, die mir begeben. Vogelfreien, Regenbögen und Rotkehlchen.
TOD UND LEBEN Ebenfalls untrennbar miteinander verbunden. Der Tod hat eine wahnsinnige Kraft. Er kann die Ruhe bringen oder den Boden unter den Füßen wegziehen. Er ist sehr deutlich. Unerbittlich. Kann das Leben so schnell beenden. Und das Leben ist das größte Geschenk das wir haben. Ich nehme es in Demut an.
Was würdest du in das Poesiealbum deines Sternenkindes schreiben:
Meine Tochter:
- FARBE rosa-gold-weiß
- FORM nicht greifbar, wie Sternenstaub
- STIMMUNG Wehmut, Sehnsucht, Liebe
Meine Sternschnuppe:
- FARBE gelb-gold
- FORM Sternschnuppe 😉
- STIMMUNG Dankbarkeit, Liebe, Erstaunen
Wie heißen deine Sternenkinder? Gerne kannst du hier noch mehr über sie erzählen. Wie bei einem Steckbrief im Poesiealbum: Name, Alter, Größe, Abschied, … .
Lily, 39 + 3 SSW, mit einem sehr selbstsicheren und klaren Wesen, mit sich zufrieden und glücklich, während sie da war. Und das schönste Mädchen, das je geboren wurde. Mein Mädchen. Du fehlst jeden Tag.
Leia, 9. SSW, eine kleine magische Sternschnuppe, so schnell wieder zu den Sternen gereist, wie sie kurz zu Besuch kam und doch eine bedeutsame Begegnung, der ich lange nachgetrauert habe.
Vielen Dank für das Interview.
Wenn du deine Angebote oder Erfahrungen mit Sternenkindern teilen möchtest, schreibe mir gerne an tanja@sternenkinder.org